… und was du in deinen Einkaufswagen legst!

Jeder kennt die Situation: Man schlendert durch die Gänge des Lebensmittelladens und greift hier und da mal zu und an der Kasse wundert man sich darüber, dass man viel mehr bezahlen muss als man erwartete, weil man auch viel mehr Dinge in den Einkaufswagen gelegt hat, welche man eigentlich gar nicht benötigte. Und dies sind meist nicht die Lebensmittel, welche in die Kategorie „gesundheitsfördernd“ stecken würde. Oder hast du dich schon mal darüber geärgert, dass du einen Apfel eingekauft hast, obwohl du ihn vorher gar nicht wolltest? Hattest du zu Hause ein schlechtes Gewissen, weil du der verführerischen Frucht nicht widerstehen konntest und es jetzt sowieso schon zu spät ist, und du ihn einfach essen MUSST? Weshalb meldet sich dann das Gewissen bei einem Schokoladenriegel oder einer Tüte Chips?

Spontan oder mit Plan?

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Die Supermärkte wissen ganz genau, wie sie den Kunden bei jedem Einkauf noch ein paar Scheine mehr aus der Tasche locken können: Teure Markenprodukte liegen auf Augenhöhe, kleine Einkaufswagen animieren Eltern, ihren Kindern die Wünsche zu erfüllen, riesige Einkaufswagen vermitteln, dass man noch gar nicht so viel gekauft hat, es hat noch Platz. Oft sind die Märkte so konzipiert, dass man für Ware, welche man täglich braucht (z.B. Milchprodukte) durch den ganze Laden gehen muss und dadurch zwangsläufig an vielen Aktionsregalen vorbeikommt. Dabei wird uns aufgezeigt, was wir kaufen sollen, denn schliesslich ist es ein Schnäppchen. Und schon landet ein weiteres Produkt in unserem Wagen. Die fiesen Verlockungen an der Kasse wollen wir nicht weiter erwähnen!

Wie sieht es bei dir aus? Kaufst du nach Plan ein oder schlenderst du durch die Gänge und nimmst, was dir in diesem Moment gerade gefällt und ins Auge springt?

Bestimmst du, was auf den Teller und damit in deinen Körper kommt, oder lässt du dich bestimmen?

Achte in dieser Woche darauf, wie viele Dinge du in deinen Einkaufswagen legst, die du eigentlich gar nicht wolltest. Kaufst du diese Dinge, weil das Angebot vorhanden ist, oder weil du sie wirklich brauchst? Jedes Mal, wenn dies passiert, geht dein Plan nicht auf, dafür der Plan der Supermärkte!

Mit der Ernährung ist es wie mit dem Training: es braucht eine konsequente Umsetzung und viel Disziplin. Verlockungen und Ausreden lauern überall! Nur wenn du deinem Plan treu bleibst, können die gewünschten Resultate eintreffen. Deine Challenge für die nächsten zwei Wochen besteht darin, nur das zu Kaufen, was tatsächlich auf deiner Einkaufsliste steht!

Dies bedeutet gleichzeitig: Schritt Eins zu einer besseren Ernährung besteht darin, seine Mahlzeiten zu planen. Schreibe eine Einkaufsliste und halte dich daran!
Seien wir ehrlich: Wann hast du zuletzt „Schokolade“, „Chips“ und „Süssigkeiten“ auf deine Einkaufsliste geschrieben? Jeder weiss genau, dass sie dem Körper nicht Gutes tun! Weshalb greifen wir trotzdem zu? Es wird nur gekauft, weil man auf die Tricks der Supermärkte hereinfällt. Oder steht auf deinem Trainingsplan, du sollst dir regelmässig eine Hantel auf die Füsse fallen lassen?

Brauchst du eine Belohnung (z.B. für das konsequente Einhalten deiner Trainingseinheiten)? Dann schreibe dir die Belohnung auf den Einkaufszettel, kaufe und geniesse sie!

Plane was du benötigst. Kaufe, was auf der Liste steht und geniesse deine Mahlzeiten in vollen Zügen!

 

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Zum Autor:
Severino Stohler ist Coach bei Balboa und unterrichtet das „Training for Warriors“.
Aber nicht nur das. Er ist ausserdem selbständiger Personal Trainer und Spezialist für Functional Training and Movement. Für den Balboa Blog schreibt er über Training, Bewegungsmuster und Regeneration.